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Geschichte von Hirtshals

Die Gegend um Hirtshals zeichnet sich durch abwechslungsreiche Landschaften aus. Dazu gehören hügelige und flache Gebiete, tief eingeschnittene Bachläufe und große Dünenbereiche. Drei Eiszeiten haben diese Landschaft so geformt, wie sie sich heute präsentiert.

Seit dem Ende der Eiszeit siedeln Menschen in dieser Gegend. Davon zeugt u. a. ein 4000 Jahre alter Dolmen bei Tornby.
Bei der Kirche von Horne kann man ein steinzeitliches Hünengrab bewundern. Der Grabhügel auf dem Aussichtspunkt Hellehøj (89 m über NN) stammt dagegen aus der Bronzezeit.
Ein etwa 2000 Jahre altes Grab (Eisenzeit) gibt es im Dünengehölz Lilleheden Klitplantage und bei Asdal befindet sich eine Wallanlage aus dem 14. Jh.
Viele frühzeitliche Funde sind gut erhalten und können im
Vendsyssel Historiske Museum in Hjørring besichtigt werden.

Der Pachthof "Lilleheden"

Dieser aus dem 18. Jh. stammende, zum Gut Asdal gehörende Hof war von ertragsarmen Böden umgeben.

Er gab auch der hiesigen Siedlung seinen Namen, bis sie im Zuge des Baus eines Leuchtfeuers (1862) in ‚Hirtshals’ umbenannt wurde.
 

Um 1874 war Fischfang ein wichtiger Erwerbszweig

Der Fischfang wurde ursprünglich als Nebenerwerb zur Landwirtschaft betrieben. Im 19. Jh. benutzte man Prahme zum Fangen von Fischen und Hummern.
Gefangen wurden auch Schollen, die man einsalzte und trocknete, was auch heute noch geschieht.

Im Jahre 1874 lebten etwa 30 Familien ausschließlich vom Fischfang. Sie wünschten sich sehnlichst eine Mole zum Schutz des Hafens, was erst 1880 in Erfüllung ging. Es vergingen weitere 10 Jahre, ehe sie ihr erstes Rettungsboot bekamen.

Grundlage für Wirtschaftswachstum 

Einer energischen Frau namens Margrethe Gaardbo gelang es, den König von der Notwendigkeit eines Rettungsbootes zu überzeugen. Nach dem Bau des Hafens bestand die Möglichkeit, Hochseefischerei zu betreiben. Damit war die Grundlage zu wirtschaftlichem Wachstum gelegt.

Um das Jahr 1900 war Hirtshals nicht mehr als eine kleine Fischersiedlung. Die Leute in Nordjütland haben den Ruf, beharrlich zu sein. Das traf auch auf die damaligen Einwohner von Hirthals zu, die – nachdem die Idee zum Bau eines Hafens aufgekommen war – 113 Jahre dafür kämpften, bis die Regierung 1917 ihre Zustimmung gab.

Im Jahre 1919 wurde endlich mit dem Bau begonnen. Durch viele Erweiterungsbauten in den Folgejahren wurde der 
Hafen von Hirtshals zu einem der landesweit bedeutendsten Fischereihäfen für die Anlandung von Speisefisch.
Dienstag, Dezember 15 2009
Am Terminal der Color Line legen auch die großen Fährschiffe an, die Kristiansand und Larvik in Norwegen ansteuern.
Am Terminal der Fjord Line fahren der Fährschiff Stavanger/Bergen an und in Sommer die Expressfähre nach Kristiansand in nur 2 Stunden.  

Die Landspitze 'Hartzhalss' 

Den Namen ‚Hartzhalss’, was so viel bedeutet wie ‚Hirschhals’ erhielt die Landspitze um das Jahr 1568 von niederländischen Seefahrern. Tatsächlich erinnert die ins Meer ragende Spitze, die von den Dänen ‚Hornsnæs’ genannt wurde, von ihrer Form her auch daran.

Der Gasthof Hirtshals Kro

"Lilleheden" wurde in späteren Jahren zu einem königlich privilegierten Gasthof, nachdem es zuvor als Wohnung des Strandvogtes und als Kaufmannsladen gedient hatte. Heute liegt das Gasthaus Hirtshals Kro im Stadtzentrum.

Leuchtturm von Hirtshals 

Da aus Süden kommende Schiffe keinerlei Peilmarken hatten, gab es hier viele Strandungen. Aus diesem Grund wurde auf der hiesigen Landspitze in den Jahren 1860-1863 ein Leuchtfeuer errichtet. Der heutige Turm ragt etwa 57 m über dem Meeresspiegel hervor.

Bjesk (Aufgesetzter) im Hirtshals Museum

Wer dieses Museum besucht, kann hier einen Aufgesetzten (Bjesk, wie er hier genannt wird) herstellen. Dazu muss man nur eine Flasche Schnaps (empfohlen wird ‚Brøndum Snaps') mitbringen und mit einer Essenz seiner Wahl mischen – schon hat man einen individuellen Magenwärmer.
Im Museum kann man auch ein Buch (Signes Bjeskbog) mit Rezepten erwerben.

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